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Mögliche Probleme von Lehrern hochbegabter Kinder und Jugendlicher

Hochbegabte Kinder werden im Kindergarten und in der Schule meist nicht erkannt und auch nach entsprechender Diagnose nicht immer angemessen gefördert. Dies hat mehrere Gründe:

Das Thema Hochbegabung ist nach wie vor i.d.R. nicht Bestandteil der Ausbildung bzw. des Studiums.

Auch sind viele Lehrer der Meinung, ein hochbegabter Schüler habe immer sehr gute Noten und brauche keine spezielle Förderung.

Oft werden hochbegabte Schüler aufgefordert, langsamer zu arbeiten und sich nicht mit einem Stoff zu beschäftigen, der noch nicht Unterrichtsthema ist oder aber, den schwächeren Schülern „Nachhilfe“ zu geben.

Viele Lehrer fürchten auch das möglicherweise sehr kritische Verhalten eines hochbegabten Schülers oder Fragen, die sie spontan evtl. nicht beantworten können. Sie fühlen dadurch ihre Kompetenz und Autorität gefährdet.

 

Vor allem in der Grundschule sind die Diskrepanzen in der intellektuellen Begabung sowie in den Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen zwischen den Schülern einer Klasse oft enorm. Dennoch versuchen Lehrer letztlich meist, alle Schüler „auf einen Stand“ zu bringen, d.h. das begabtere Kind soll sich an das Tempo und Niveau des Durchschnitts oder sogar der langsameren und schwächeren Kinder anpassen. Selbst im Regelgymnasium sind Niveau und Tempo für einen hochbegabten Schüler nicht angemessen, so dass der Anspruch auf angemessene Förderung und Forderung meist von den Lehrkräften nicht erfüllt werden kann. Dies ist oft nur in speziellen Schulen für hochbegabte Kinder möglich.