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Entwicklung

Ob Kinder mit intellektueller Hochbegabung auch ihrer Begabung entsprechende außergewöhnlich gute Leistungen zeigen und ihre Fähigkeiten voll entwickeln können, hängt i.d.R. von vielen vermittelnden Faktoren ab wie z.B.:

 

  • Persönlichkeit bzw. Temperament des Kindes (z.B. Selbstvertrauen)

 

  • Soziale und emotionale Erfahrungen, die das Kind innerhalb seiner Familie macht (z.B. Persönlichkeit und Verhalten der Eltern und Geschwister), aber auch in Kindergarten, Schule etc.

 

  • Leistungsmotivation des Kindes, Vorbilder, Austausch und Freundschaften mit anderen hochbegabten Kindern

 

  • Anregung und Förderung in Familie, Kindergarten, Schule usw.

 

  • Erkennen und Akzeptieren seiner Begabungen und seines „Andersseins“ durch Eltern, Erzieherinnen, Lehrer und andere Kinder

 

 

In welchen Bereichen besonders gute Leistungen gezeigt werden, hängt zum einen von den spezifischen intellektuellen Fähigkeiten (wie z.B. mathematische oder sprachliche Begabung) ab, die auch bei hochbegabten Kindern unterschiedlich ausgeprägt sein können. Zum anderen spielen aber auch die jeweiligen Interessen und die Motivation eines Kindes sowie die Sozialisationsbedingungen in Elternhaus, Kindergarten und Schule eine entscheidende Rolle.

Eine fördernde und akzeptierende Umwelt ist für die Entfaltung der Begabungen besonders wichtig. Das Eingehen auf die oft sehr in die Tiefe gehenden Fragen des Kindes, das gemeinsame Nachschlagen in Kinderlexika und ganz allgemein der Zugang zu Büchern (auch für ältere Kinder bzw. Erwachsene) gehören unbedingt dazu, aber auch Denk- und Knobelspiele sowie Museumsbesuche oder das Erarbeiten von Wissen am Computer.

 

Viele hochbegabte Kinder sind eher zurückhaltend, wollen nicht auffallen und zeigen ihre Fähigkeiten daher nicht immer. Dies kann der Fall sein, wenn sie z.B. Angst vor einer fremden Person oder Situation haben (Erzieherin, Lehrer…), aber auch, wenn sie sich durch zu einfache Aufgaben unterfordert fühlen. Es kann daher passieren, dass ein Kind zuhause bereits mehrstellige Zahlen addiert und subtrahiert und sich sprachlich außergewöhnlich gut ausdrücken kann, aber bei der Einschulungsuntersuchung nicht die einzelnen Wörter nachspricht oder die Zahlen, die es sich merken soll! Andere 4-5jährige Kinder können bereits fließend lesen, zeigen dies aber im Kindergarten oder in der ersten Klasse nicht mehr, weil sie z.B. gemerkt haben oder von einem Erwachsenen darauf hingewiesen wurden, dass dies nicht „normal“ bzw. nicht erwünscht ist.