Begabungsförderung

Die Möglichkeiten zur Förderung eines hochbegabten Kindes in Kindergarten, Schule, Elternhaus und außerschulisch in Freizeit und Förderkursen sind grundsätzlich sehr vielfältig, sollten aber individuell an jedes Kind angepasst werden. In der Beratung, die sich an die testpsychologischen Untersuchungen anschließt, bespreche ich mit Ihnen, welche Förderung und welche Schule für Ihr Kind am besten geeignet sein kann.

 

Möglichkeiten zur Förderung hochbegabter Kinder können sein:

  • Angebote für Vorschulkinder zur Beschäftigung mit (Sach)Büchern, Buchstaben und Zahlen

  • Erste naturwissenschaftliche Experimente

  • Die Möglichkeit, eine Fremdsprache zu erlernen

  • Denk- und Knobelspiele, Strategiespiele wie Schach

  • Das Erlernen eines Musikinstruments

  • Ein Computerkurs

  • Museumsbesuche, Kunstausstellungen usw.

  • Umgang mit ähnlich begabten und interessierten Kindern

  • Eingehen auf alle Fragen des Kindes, Nachschlagen in Lexika

  • In der Schule: Schnelleres Absolvieren des Schulstoffs oder Anreichern des Schulstoffs mit z.B. schwierigeren Aufgaben („Akzeleration“ bzw. „Enrichment“)

  • Gespräche mit Ihrem Kind über seine Begabung und wie es damit umgehen kann

  • Gespräche und ggf. Hilfe bei sozialen Problemen mit Mitschülern u.a.

 

Hochbegabte Kinder werden im Kindergarten und in der Schule oft nicht erkannt und daher auch nicht angemessen gefördert und gefordert, obwohl dies bis zu einem gewissen Grad i.d.R. durchaus möglich wäre.

In der Ausbildung bzw. im Studium von ErzieherInnen und LehrerInnen ist das Thema „Hochbegabung“ nach wie vor meist nicht beinhaltet, so dass den meisten Pädagogen das nötige Grundwissen darüber einfach fehlt.

Häufig wird angenommen, eine Hochbegabung müsse sich immer in sehr guten Schulnoten zeigen, was keineswegs der Fall ist. Hochbegabte Kinder können im Unterricht einerseits sehr ruhig und zurückgezogen wirken, aber durchaus auch auffälliges und störendes Verhalten zeigen („Klassenclown“), traurig bis depressiv erscheinen, teilweise auch aggressiv oder psychosomatische Symptome zeigen.

Nach dem Erkennen der Hochbegabung und entsprechender Förderung verschwinden solche Auffälligkeiten aber meist sehr rasch. Die passende schulische und soziale Umgebung, intellektuelle Anregung und der richtige Umgang mit ihnen sind für hochbegabte Kinder ebenso nötig wie für andere Kinder auch. Hochbegabung ist jedoch keine Krankheit und kein ADS und muss auch nicht „therapiert“ werden. Hochbegabung ist ein Geschenk, aber auch eine Herausforderung für das Kind wie für sein Umfeld. Hochbegabte Kinder haben jedoch wie andere Kinder auch das Recht auf eine angemessene schulische Förderung. Zudem kann es sich unsere Gesellschaft nicht leisten, ihr enormes Potential verkümmern zu lassen.

 

Um ein möglicherweise hochbegabtes Kind in Kindergarten und Schule zu erkennen und entsprechend fördern zu können, benötigen ErzieherInnen und LehrerInnen Informationen.

Ich halte daher regelmäßig Vorträge und führe Fortbildungen für Eltern, ErzieherInnen, LehrerInnen, Kinderärzte und andere Berufsgruppen in meiner Praxis, aber auf an öffentlichen Orten durch.

Außerdem biete ich Kurse für Eltern zum Umgang mit ihrem überdurchschnittlich begabten oder hochbegabten Kind an.